Biographie
Armin Thalheim, Cembalo, Orgel, Klavier - Berlin
Armin Thalheim wurde in Kamenz/Sachsen geboren. Studien der Kirchenmusik erfolgten zwischen 1958 und 1969 in Dresden und Leipzig. Nach dem 4. Platz im Fach Orgel (1968) errang er 1972 den 2. Preis im Fach Cembalo zum Internationalen Johann Sebastian Bach-Wettbewerb in Leipzig.
Er war von 1969-1974 als Nachfolger von Roland Münch Kantor an der Zionskirche in Berlin, 1973-1975 Meisterschüler von Hans Pischner an der Akademie der Künste und gleichzeitig Korrepetitor an der Staatlichen Ballettschule Berlin.
Thalheim besuchte Meisterkurse für Cembalo und Alte Musik bei Z. Ruzickova (Prag und Zürich), H. Dreyfus (St. Maximin), K. Gilbert (Amsterdam) und G. Leonhardt (Köln).
Er bereiste seit 1972 mit großem Erfolg fast alle Länder Europas, Japan, Indien, Mexiko, Kuba und Paraguay als Orgel- und Cembalosolist, Kammermusikpartner und Continuospieler verschiedener Kammerorchester. Er gibt Meisterkurse, hält Vorträge zur Alten Musik und Improvisation, spielt Cembalo- und Orgelkonzerte.
A. Thalheim musiziert im Klavierduo mit Anne Salié, begleitet Doerthe Maria Sandmann (Sopran) am Tafelklavier, Cembalo, Orgel und modernem Flügel, tourt mit Flötisten wie Eckart Haupt, Silvia Careddu, Franziska von Brück und Adelheid Krause-Pichler, den Geigern Marianne Boettcher und Andreas Finsterbusch und dem Oboer Andreas Wenske.
Von 1974 bis 2009 unterrichtete er Improvisation und Cembalo, korrepetierte im Fach Alte Musik und Opern-Ensemble an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin.
Von 1996 bis 2008 war er als Lehrer für improvisierte Musik an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater tätig und korrepetierte von 1996 bis 2000 an der Hochschule für Künstlerischen Tanz in Dresden (Palucca-Schule). Zu seinen erfolgreichsten Studenten der verschiedenen Fachbereiche gehören u. a. Christine Schornsheim, Raphael Alpermann, Frank Markowitsch, Doerthe Maria Sandmann, Barbara Ehwald, Alexander Schneider und Min Ji Song aus Korea.
A. Thalheim spezialisierte sich auf die Interpretation Alter Musik und die Verwendung historischer Tasteninstrumente, ohne das moderne Klavier zu vernachlässigen. Er komponierte Lieder und Instrumentalstücke für Cembalo, Orgel und Klavier und improvisiert auf diesen Instrumenten in unterschiedlichen Stilbereichen in seinen Konzerten.
Viele der über 20 CD-Einspielungen mit Armin Thalheim sind seit mehreren Jahrzehnten im Handel.
In einigen Aufsätzen für die Zeitschrift „Musik und Gesellschaft“ (1983, 1986) bezog Armin Thalheim eine deutliche Position zur Lage der Aufführungspraxis Alter Musik in der damaligen DDR.